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Opferschutzkommission: Bis 28. Februar 2019 2022 positive Entscheidungen (Leistungen im Wert von 27,714 Mio. €) zuerkannt

Die Unabhängige Opferschutzkommission unter dem Vorsitz von Waltraud Klasnic hat bis 28.2.2019 2022 positive Entscheidungen betreffend Zuerkennung finanzieller und/oder therapeutischer Hilfeleistungen getroffen. Das sind 92,8 % aller Entscheidungen. In 171 Fällen wurde keine Hilfeleistung zuerkannt. 180 Fälle sind in Bearbeitung, insbesondere in den Diözesankommissionen und Ombudsstellen.

Die katholische Kirche Österreichs hat alle Beschlüsse der Kommission mit Zahlungen in der Höhe von über 22,116 Mio. € und der Zuerkennung von rund 60.000 Therapiestunden (à 90 bzw. 100 €, in Summe 5,647 Mio. €) 1:1 umgesetzt, das heißt, es wurden in den knapp neun Jahren seit Gründung der Kommission im Frühjahr 2010 insgesamt Hilfeleistungen in der Höhe von 27,714 Mio. € zuerkannt.

Ein kleiner Blick in die Statistik besagt folgendes:
66,4 Prozent der Betroffenen, die sich gemeldet haben, sind Männer, 33,6 Prozent Frauen.
Die allergrößte Zahl der gemeldeten Vorfälle liegt Jahrzehnte zurück:
14,4% 1950er Jahre und früher
37,1 % 1960er Jahre
30,8 % 1970er Jahre
9,0 % 1980er Jahre
3,2 % 1990er Jahre
0,8 % ab 2000
Bei 4 % sind die Daten nicht bekannt.
78 % betrafen körperliche Gewalt, 76 % psychische Gewalt, 31 % sexuelle Gewalt (Mehrfachnennungen waren möglich).
Der Großteil der Betroffenen war in der Zeit des Übergriffes 6-12 Jahre alt (60,6 %), 23,1 % waren 13 bis 18 Jahre alt, 7,1 % waren jünger als 6 Jahre
39,3 % der Betroffenen gehören den Geburtsjahrgängen 1956-1965 an, 37,3 % sind älter, 16,6 Prozent sind Angehörige der Geburtsjahrgänge 1966-1975, 5 % der von 1976-1985 und lediglich 1,6 % sind nach 1986 geboren.

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